Kantonsbrote

Solothurnerbrot

Dem Baslerbrot sehr ähnlich, kann Solothurnerbrot aus demselben Teig hergestellt werden. Allerdings werden während des Backprozesses Einzelstücke seitlich ausgekropft.

Typisch für dieses Brot aus der «Elfer-Stadt» sind sowohl seine unregelmässig grosse Porung und die kräftige, leicht mehlige Kruste als auch, dass der Laib auf der einen Seite auskropft (gerissen). Dafür wird die eine Hälfte leicht übergelegt, ohne Schnitt. Danach wird das Brot heiss gebacken.

Zubereitung

  1. Mehl und Hefe in eine grosse Schüssel geben, das Wasser beigeben und mischen, bis der Teig zusammenhält.
  2. Nach 5 Minuten das Salz beigeben, den Teig insgesamt ca. 10 bis 15 Minuten geschmeidig kneten.
  3. Die Schüssel mit einem feuchten Küchentuch (oder Plastik) zudecken.
  4. Den Teig ruhen lassen, bis er doppelt so gross geworden ist (ca. 50 Minuten). Während dieser Zeit, den Teig immer wieder mehrfach zusammenlegen, wodurch der Teig stelliger wird, das heisst, er bleibt in der Hitze des Ofens besser in Form.
  5. Zwei Teigstücke formen, auf den stark bemehlten Tisch legen und ca. 10 Minuten aufgehen lassen.
  6. Die Teigstücke leicht zusammenfalten und mit der mehligen Seite nach oben auf das Backblech legen.
  7. Im Backofen bei 230 Grad (Ober-/Unterhitze) ohne einzuschneiden ca. 50 Minuten backen.

Tipp

Das frische Solothurnerbrot zum Beispiel mit einem «Öufi»-Bier geniessen.

Solothurn und die Zahl 11
Fragen Sie einen Einheimischen nach der «heiligen Solothurner Zahl 11». Sie werden erfahren, dass Solothurn 1481 als 11. Kanton in die Schweizerische Eidgenossenschaft aufgenommen wurde. Oder, dass es in der schmucken Barockstadt 11 Kirchen und Kapellen gibt, 11 historische Brunnen und 11 Türme. Die St.-Ursen-Kathedrale birgt 11 Altäre sowie 11 Glocken, ihre imposante Freitreppe teilt sich in Abteile zu je 11 Stufen. Für den Amtshausplatz hat der Künstler Paul Gugelmann die drei Meter hohe «Solothurner Uhr» geschaffen. Sie zählt nur 11 Ziffern, und um 11 Uhr bimmeln 11 Glocken das «Solothurner Lied». Auch ein eigenes Bier wird seit einigen Jahren in Solothurn gebraut. Es heisst, wie könnte es anders sein, «Öufi»-Bier. Viel Spass beim Entdecken!

Ähnliche Beiträge

Brötchen mit Frischkäse und Parmaschinken
 REZEPT

Brötchen mit Frischkäse und Parmaschinken

Das wichtigste beim Brot ist Frische und Qualität. Ansonsten braucht es nicht viel um einen leckeren Snack zuzubereiten. Wenig Aufwand, ganz viel Geschmack!

Image OverlayArrow
Mehr erfahren
Brot-Tiramisu
 REZEPT

Brot-Tiramisu

Altbrot im Dessert verwerten? Das geht! Statt Löffelbiskuits das Brot von gestern für den Boden des italienischen Desserts verwenden. Ausprobieren – es lohnt sich!

Image OverlayArrow
Mehr erfahren
Bündner Roggenringbrot
 REZEPT

Bündner Roggenringbrot

Der Roggenring stellt eine althergebrachte Gebäcksform von Bergbauern dar. Als Wochen- oder gar Monatsvorrat lassen sich die Ringe an Stangengestellen dekorativ aufhängen und lagern. Der Tipp für Gastronomen mit Brotkultur! Mindestens zwei Drittel des Teigs bestehen aus Roggen-, der Rest aus...

Image OverlayArrow
Mehr erfahren