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Vermehrung

Der erste Schritt zum guten Schweizer Brot.

Die sogenannten Saatgutvermehrer entscheiden, welches Brot wir in zwei Jahren essen.

Schweizer Brot

Organisation der Saatgutvermehrer in der Schweiz

Wenn Landwirte Getreide anbauen wollen, benötigen sie Saatgut für die Aussaat. Rund 1400 Landwirtschaftsbetriebe produzieren in der Schweiz Saat- und Pflanzgut. Saatgut herstellen kann nicht jeder: Wer als sogenannter Vermehrer arbeiten will, muss vom Bund zugelassen werden. Ausserdem muss sich der Betrieb einer Vermehrungsorganisation anschliessen.

Die Aufgabenteilung zwischen dem Vermehrer und der Vermehrungsorganisation sieht wie folgt aus:

  • Der Vermehrer kümmert sich auf dem Feld eben um die Vermehrung des Saatgutes, also zum Beispiel der verschiedenen Getreidearten. Er übernimmt die Feldkontrolle, begleitet die Wachstumsphase und erntet das Korn zur richtigen Zeit. Das Erntegut bringt er zur Vermehrungsorganisation.
  • Die Vermehrungsorganisation wiederum prüft und reinigt das Saatgut. Entspricht das Saatgut den Qualitätsvorschriften, wird es zertifiziert. Die Vermehrungsorganisation lagert das Saatgut ein und bringt es in den Handel. Dort ersteht der Getreideproduzent sein Saatgut für die Aussaat.

Welches Brot essen wir in zwei Jahren?

Die Vermehrung ist entscheidend für die Versorgung der Schweiz mit den richtigen Mehltypen. Das Saatgut, das heute angebaut wird, steht in zwei Jahren als Brot auf unseren Tischen: Im ersten Jahr wird das Saatgut produziert, im zweiten Jahr baut der Bauer damit das Getreide an. Die Saatgutproduzenten müssen also heute abschätzen, welche Mehlsorten in welcher Menge zwei Jahre später am Markt gefragt sind.

Schweizer Saatgut mit Qualitätslabel

Die Vermehrer und Vermehrungsorganisationen der Schweiz haben sich in swisssem, dem Schweizer Saatgutproduzentenverband zusammengeschlossen. Der Verband vertritt die Interessen der Branche und übernimmt in Zusammenarbeit Agroscope und dem Bundesamt für Landwirtschaft die Qualitätskontrollen und Zertifizierungen. Swisssem will auch dafür sorgen, dass in der Schweiz immer mehr mit Schweizer Getreide gebacken wird. Dafür hat swisssem das Qualitätslabel «Z-Saatgut Suisse» ins Leben gerufen.

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