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Züchtung

Bessere Getreidesorten für unser Brot

Die Züchtung neuer Getreidesorten ist aufwändig und kann bis 15 Jahre dauern.

Schweizer Brot

Widerstandsfähig, ertragreich und hohe Qualität

Eine neue Getreidesorte soll gegenüber bestehenden Sorten bessere Eigenschaften aufweisen. Dabei geht es vor allem um

  • Widerstandsfähigkeit gegenüber Krankheiten und Umwelteinflüssen, damit weniger Dünge- und Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden müssen,
  • gute Mehl- und Backeigenschaften, die den Anforderungen und Bedürfnissen der Müller, Bäcker und Konsumenten entsprechen, und
  • Eigenschaften, dank denen die Getreideproduzenten auch unter veränderten Umweltbedingungen gute und stabile Erträge erzielen.

10 bis 15 Jahre bis zur neuen Getreidesorte

Die Züchtung neuer Getreidesorten ist aufwändig und dauert lange. Sie kann 10 bis 15 Jahre in Anspruch nehmen. Der grundlegende Züchtungsprozess ist immer der gleiche:

  • Bestehende Sorten werden gekreuzt, um Material zu erhalten, dass neue Erscheinungsmerkmale und Erbeigenschaften aufweist.
  • Als nächstes beschreibt der Züchter oder die Züchterin die Variationen dieser Kreuzung, und versucht, die meist versprechende Kreuzung zu identifizieren.
  • Die «beste» Kreuzung dient nun als Ausgangsmaterial für eine neue Kreuzung oder ist – im Erfolgsfall – eine neue Sorte.

Forschung und Züchtung für Top-Getreide

Forschungsanstalten wie Agroscope kümmern sich um die Züchtung neuer Getreidesorten. Sie konzentrieren sich dabei vor allem auf Getreide der höchsten Qualitätsklassen – das ist der Rohstoff, der auch vom Markt am meisten verlangt wird. Sie arbeiten dabei mit Entwicklungsunternehmen wie der Delley Samen und Pflanzen AG zusammen. Diese Entwicklungs- und Dienstleistungsunternehmen übernehmen die Produktion von neuem Saatgut, dass dann den Saatgut-Produzenten zur Verfügung gestellt wird.
 

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