Wenn sich verschiedene Akteure einer Region zusammentun
Die Region «Gros de Vaud» ist als Kornkammer der Schweiz bekannt. Um den lokalen Getreideanbau zu unterstützen, haben sich Getreideproduzenten, Verarbeiter und Bäcker für eine enge Zusammenarbeit entschieden.
Als «Gros de Vaud» wird im Kanton Waadt (französisch: Vaud) eine Landschaft bezeichnet, deren Grenzen nicht genau definiert sind. Dank der fruchtbaren Böden gilt das Gros de Vaud mit seinem Zentrum Echallens als Kornkammer der Waadt. Es überrascht daher nicht, dass genau in Echallens im August 2018 während 12 Tagen die «Fête du blé et du pain», ein grosses Fest rund um Getreide und Brot, gefeiert wird. Das Gros de Vaud ist überwiegend landwirtschaftlich geprägt. Dank der fruchtbaren Böden ist der Ackerbau ein wichtiger Wirtschaftssektor.
Um genau dies zu fördern, haben sich die verschiedenen Akteure dieses Wirtschaftssektors zusammengetan und das «Pain du Gros de Vaud» kreiert. Es ist eine Gemeinschaftsinitiative aus Produzenten, Müllern und Bäckern, die am Ende der 90er Jahre das «Pain du Gros-de-Vaud» ins Leben gerufen haben, um die edlen Rohstoffe zu würdigen, aber auch, um ihr handwerkliches Können und die Region aufzuwerten. Doch was macht dieses Brot so speziell? «Das Rezept werden wir nicht verraten, es ist geheim», so Olivier Sonderegger, Geschäftsführer der Landi Echallens. Das Brot wird aus einer Mischung aus Mehlen des Gros-de-Vaud gemacht, dessen Vereinigung das Rezept hütet. Es gilt als Symbol der Region und ist im Alltag der Waadtländer gut verankert. Das Brot erkennt man an seiner länglichen Form einer Weizenähre; so sticht es im Verkauf deutlich heraus. Seit das Brot im Jahr 2000 mit dem Innovationspreis der Schweizer Landwirtschaft ausgezeichnet wurde, steigen Bekanntheitsgrad und Verkäufe des Brotes aus dem Gros-de-Vaud stetig an.