Getreidesorten in der Schweiz: Emmer
Eine Weizensorte, die seit 10’000 Jahren angebaut wird.
Emmer ist ein uraltes Getreide, das zur Gattung Weizen (Triticum) gehört. Es handelt sich wie Dinkel um ein Spelzgetreide. Der Name stammt aus dem althochdeutschen Wort «amari» oder «amar» und bedeutet Sommerkorn. Angebaut wurde der Emmer von Russland bis nach Portugal und von Südschweden über den Mittelmeerraum bis nach Ägypten und Äthiopien. In der Schweiz wird der Wiederanbau von Emmer aus ökologischen Gründen gefördert. Er eignet sich besonders für den extensiven Anbau und bietet einer Vielfalt von Tieren den nötigen Lebensraum. Die Anfälligkeit auf Getreideblattkrankeiten ist gering und der Nährstoffbedarf ist bescheiden.
Charakteristik
Emmer weist einen hohen Protein- und Feuchtglutengehalt auf. Die Glutenstruktur ist sehr schwach zu bezeichnen, was den Anwendungsbereich einschränkt. Durch eine schonende Teigbereitung und die Ansäuerung der Teige können mit Emmer jedoch noch ansprechende Backresultate erzielt werden. Der hohe Protein- und Mineralstoffgehalt ist gut für die Ernährung. Besonders erwähnenswert ist der Eisengehalt von Emmer.
Anwendungsbereich
- Spezialbrote
- Feingebäck
- Backwaren
- Brei, Grütze
- Teigwaren
- Eintöpfe
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Text mit freundlicher Genehmigung übernommen aus: «Grundlagen Bäckerei, Konditorei, Confiserie», 4. Auflage, Richemont Fachschule, Luzern.