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Hafer

Getreidesorten in der Schweiz: Hafer

Das beste Getreide für den Magen.

Schweizer Brot

Hafer ist eine typische Getreideart der gemässigten und kühlen Klimazonen und braucht viel Wasser. Er war im Mittelalter das am meisten gegessene Getreide in Mittel- und Westeuropa. Allmählich wurde er von den Brotgetreidearten Roggen und Weizen verdrängt. Hafer wird aufgrund der Pigmentierung in verschiedene Gruppen eingeteilt: Weisser, gelber, grüner oder schwarzer Hafer. Es handelt sich um ein Spelzgetreide, es muss also vor der Verarbeitung entspelzt werden.

Charakteristik

Wie Gerste weist auch Hafer eine ungenügende Backfähigkeit auf. Hafer ist besonders wichtig für unsere Ernährung. Er ist das eiweiss- und fettreichste Getreide mit den höchsten Mengen an Vitaminen und Mineralstoffen. Hafer wird wegen seiner guten Verdaulichkeit in der Krankenkost und Kinderernährung eingesetzt. Bei Magen- und Darmkrankheiten wird er besonders empfohlen. Der hohe Fettgehalt kann sich bei der Lagerung negativ auf die Haltbarkeit auswirken. Um den Fettverderb (Ranzigwerden) von Haferflocken zu vermeiden, wird Hafer einer Hitzebehandlung unterzogen.

Anwendungsbereich

  • Als Grütze und Flocken vorwiegend im Küchenbereich
  • Bestandteil von Mehrkornmehlmischungen
  • Hafermehl und -grütze zur Spezialbrotherstellung

© Headerimage: CC BY-SA 3.0 Wikimedia

Text mit freundlicher Genehmigung übernommen aus: «Grundlagen Bäckerei, Konditorei, Confiserie», 4. Auflage, Richemont Fachschule, Luzern.